Eine Schülergruppe und ihre Lehrerin untersuchen einen Roboter
An der Realschule neue Welten eröffnen ©Halfpoint – stock.adobe.com

Einstellungsverfahren in den staatlichen Realschuldienst

Je nachdem, wann Sie Ihren Vorbereitungsdienst abgeschlossen haben, greift eines der untenstehenden Einstellungsverfahren:


Anerkennung außerbayerischer Lehramtsqualifikationen

Bei außerbayerischer Lehramtsbefähigung muss vor Bewerbung eine Anerkennung erfolgen:


Fächerspezifische Einstellungsdaten zum Einstellungstermin September 2026

Die in den Lehrerbedarfsprognosen der vergangenen Jahre ausgewiesene Trendwende hinsichtlich des Verhältnisses Einstellungsbedarf zu Bewerberangebot an Lehrkräften schreibt sich fort: Das Überangebot an Bewerbern vergangener Jahre ist abgebaut und es war – unter Berücksichtigung der Absagen auf Stellenangebote – trotz des ressortübergreifenden Stellenmoratoriums, das im Bereich der staatlichen Realschulen lediglich die Nachbesetzung durch Fluktuation freiwerdender Stellen ermöglichte, in vielen Fächerverbindungen Volleinstellung zu verzeichnen.

Ohne Angebot blieben vor allem Bewerberinnen und Bewerber in Fächerverbindungen mit Wirtschaftswissenschaften. Diese Situation wäre – wohl in verminderter Zahl – auch unabhängig vom Stellenmoratorium eingetreten, da an den Schulen im Fach Wirtschaftswissenschaften mittlerweile aufgrund der jährlich vergleichsweise hohen Studierenden- und Absolventenzahlen in diesem Fach eine „Sättigung“ an Lehrkräften eingetreten ist, die voraussichtlich auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben wird.

Die Einstellungssituation wird aus Bewerbersicht daher in Fächerverbindungen mit Wirtschaftswissenschaften schwierig bleiben, wohingegen der Bedarf an Lehrkräften das Angebot an Bewerbern in den meisten anderen Fächerverbindungen übersteigen wird.

Zum Einstellungstermin September 2026 lagen insgesamt 509 berücksichtigungsfähige Bewerbungen vor, davon 367 aus dem laufenden Prüfungsjahrgang, 6 von der Warteliste sowie 136 im Rahmen einer Freien Bewerbung. Damit ist die Gesamtbewerberzahl in etwa auf demselben, relativ niedrigen Niveau der Vorjahre. Im Ergebnis erhielten im Rahmen des diesjährigen Einstellungsverfahrens 86 % der Einstellungsbewerber, die die Einstellungsvoraussetzungen (Lehramtsbefähigung Realschule, Mindestnote 3,50 erzielt, keine anderweitige Vertragsbindung) erfüllten und damit auch tatsächlich für eine Einstellung zur Verfügung standen, ein Stellenangebot.

Über alle Fächerverbindungen hinweg lagen zum Einstellungstermin 2026 von ohnehin nur noch 66 Wartelistenberechtigten insgesamt nur noch 6 aktive Bereitschaftserklärungen zur Einstellung in den staatlichen Realschuldienst Bayerns vor. Somit hat sich erneut ein Großteil der grundsätzlich wartelistenberechtigten Personen nicht um eine Einstellung in den staatlichen Realschuldienst beworben. Eine Warteliste im begrifflichen Sinne ist damit auch zu diesem Einstellungstermin praktisch nicht existent gewesen. Dies führt dazu, dass zu dieser Bewerbergruppe aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Angaben mehr gemacht werden können. Daher werden in nachfolgender Tabelle alle Bewerbergruppen zusammengefasst.

In der Zusammenschau wurden insgesamt 346 Realschullehrkräfte, die das Stellenangebot angenommen haben, auf Planstelle in den staatlichen Realschuldienst eingestellt, darunter 297 Bewerber aus dem laufenden Prüfungsjahrgang, 4 Bewerber von der Warteliste und 45 Freie Bewerber.

Zudem wurden 11 Fachlehrkräfte in den staatlichen Realschuldienst übernommen: 5 Fachlehrkräfte für die Fächer Ernährung und Gesundheit sowie Textiles Gestalten und 6 Fachlehrkräfte für die Fächer Informationstechnologie, Werken und Kunst.

Weitere wichtige Hinweise hinsichtlich des Lehramts an Realschulen:

Zu beachten ist – wie in allen Berufen –, dass sich die örtlichen Einsatzmöglichkeiten ausschließlich an den dienstlichen Gegebenheiten, insbesondere am strukturellen Stundenbedarf in der konkreten Fächerverbindung, und nicht an den persönlichen Lebensumständen der Bewerber orientieren können und daher eine möglichst große örtliche Flexibilität nach Abschluss der Lehramtsausbildung höchst hilfreich ist. Des Weiteren ist festzuhalten, dass Einstellungsbedarfe vor allem in Südbayern und den großen Ballungszentren gegeben sind, da dort die Schülerzuwächse am größten sind (vgl. regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose 2026), aber viel zu wenig Bewerber Stellenangebote in diesen Regionen annehmen.

Aus Bewerbersicht ergeben sich in den folgenden Jahren sehr gute Einstellungsaussichten in den Realschuldienst Bayerns.

Lediglich in Fächerverbindungen mit Wirtschaftswissenschaften ergeben sich bedeutend geringere Einstellungschancen. Studierenden, die sich bereits im Studium einer Fächerverbindung mit Wirtschaftswissenschaften befinden, ist dringend die Aufnahme eines Erweiterungsfaches zu empfehlen – dies gilt in besonderem Maße für Fächer, bei denen bayernweit die staatlichen Realschulen einen hohen Bedarf an Lehrkräften melden (Kunst, Musik, Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt, Deutsch, Französisch, Biologie oder auch Ethik).

Auch wenn selbstverständlich mit der erfolgreichen Ablegung eines Erweiterungsfaches keine Einstellungsgarantie verbunden ist, so erhöhen sich dadurch insbesondere für bewerbende Lehrkräfte mit Überhangfächerverbindungen die Chancen sehr, sowohl für den staatlichen wie auch für den kommunalen, kirchlichen bzw. privaten Realschulbereich.

Bereits zum Schuljahr 2023/2024 wurde im Realschulbereich zur Steigerung der Absolventenzahlen als Sondermaßnahme ein „Quereinstieg“ zum Erwerb der Lehramtsbefähigung für das Lehramt an Realschulen aufgelegt. Hierdurch konnten zum Schuljahr 2026/2027 47 „Quereinsteiger“ für das Lehramt an Realschulen zum Vorbereitungsdienst zusätzlich zugelassen werden. Diese Gruppe ist formal allen regulär vorgebildeten Studienreferendaren gleichgestellt und wird mit diesen zusammen in gemischten Studienseminaren ausgebildet. Die Sondermaßnahme muss aufgrund des zu erwartenden Bedarfs in vielen Fächerverbindungen auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden.


Einstellungsvoraussetzungen

Einstellungen zum jeweiligen Einstellungstermin erfolgen gemäß Art. 94 Abs. 2 der Bayerischen Verfassung nach Eignung, Befähigung und Leistung.

Der Einsatz an einer staatlichen Realschule in Bayern im Rahmen einer unbefristeten Anstellung setzt grundsätzlich die entsprechende Lehramtsbefähigung für diese Schulart voraus. Der Erwerb dieser Lehramtsbefähigung erfordert die erfolgreiche Ablegung der Ersten Staatsprüfung sowie des 24-monatigen Vorbereitungsdienstes mit Zweiter Staatsprüfung in zwei gemäß § 39 Abs. 1 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) zugelassenen Fächern.


Berücksichtigung von Erweiterungsfächern bei der Einstellung

Die grundständige Lehramtsbefähigung kann durch das Studium eines weiteren Faches erweitert werden. Ein Erweiterungsfach ist sowohl begleitend zu Studium und Staatsprüfung als auch nachträglich möglich. Durch das erfolgreiche Ablegen einer Erweiterungsprüfung erhöhen Bewerber aufgrund ihrer besseren Einsetzbarkeit ihre Einstellungschancen.

Weiterführende Informationen

Stand: 01. Oktober 2026

Seiteninhalt

    Diese Seite teilen

    Vorschaubild



    Dies sind externe Links. Mit einem Klick darauf wird www.km.bayern.de verlassen.

    Suche

    Bild von

    Einstellung an Realschulen

    Vorlese-Funktion

    Das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus stellt auf seiner freizugänglichen Website eine Vorlesefunktion zur Verfügung. Beim Aktivieren dieser Funktion werden Inhalte und technische Cookies von dem Dienstanbieter Readspeaker geladen und dadurch Ihre IP-Adresse an den Dienstanbieter übertragen.

    Wenn Sie die Vorlesefunktion jetzt aktivieren möchten, klicken Sie auf „Vorlesefunktion aktivieren“.

    Vorlesefunktion aktivieren

    Ihre Zustimmung zur Datenübertragung können Sie jederzeit während Ihrer Browser-Session widerrufen. Mehr Informationen und eine Möglichkeit zum Widerruf Ihrer Zustimmung zur Datenübertragung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung im Abschnitt „Vorlesefunktion“.